Multi-User-Onlinespiel im Deutschen Pavillion auf der EXPO2000 Hannover
Vergence
Esc to begin präsentiert mit "vergence" die neueste Generation der vernetzten Online-Spiele, in denen technologische Innovation mit kommerzieller Spielegeschichte gekoppelt wird. Auf den frei zugänglichen Serverknoten von esc to begin in Karlsruhe, Wien und Frankfurt können über 15000 Teilnehmer an verschiedenen Onlinespielen aus fünf Kategorien im Internet teilnehmen. Erfahrene Spieler können an den laufenden initgame-Turnieren teilnehmen, und für Neulinge öffnet sich ein einfacher Weg, um Online-Spiele zu erleben. Bei initgame zeigt die Netzparty-Community dem Betrachter die rasante Welt der globalen, vernetzten Spiele. | The interface to "delaygrab" and other components of "Vergence" | Gespielt wird, was gefällt. Auf der Website (ab 1. Juni 2000) werden in einem bei ZKM.Online entwickleten System die gerade laufenden Spiele und Spieler angezeigt. Im Online-Chat können sich die Spieler verabreden, am laufenden Spiel teilnehmen- oder selbst ein neues, weltweites Spiel starten. Die dabei entstehenden Verbindungsdaten werden zentral gesammelt und formen die Datenbank des EXPO-Interfaces: Die Installation im Deutschen Pavillion ermšglicht es 200 Besuchern gleichzeitig, sich mit einem intuitiven Benutzerinterface vor Ort an diesem globalen Spiel zu beteiligen, es zu beobachten und in den Ablauf einzugreifen. Die Online/Offline-Benutzer handeln gemeinsam, am Bildschirm wird gespielt, geretten und erobert, in der realen Welt wird der Besucher zu einer Reise in die technozide Mediengeschichte verfŸhrt. Die einzelnen Terminals wandeln sich zu Navigationsinstrumenten, mit denen die spielerischen Ebenen des Interfacedesigns, der kuenstlichen Intelligenz und der Datenvisualiserung gezeigt werden.  | The real-time "delaygrab" video processor (part of libbgrab) at work | & | "delaygrab" again - this is live video | Visuell zeigt sich der Fluss der Daten durch die Serverknoten und die Schnittstelle auf der EXPO in einer fluiden Bilderwelt. Jedes Interface erhält einen Datenblock aus dem abstrakten digitalen Strom und verarbeitet ihn parallel. Aus Onlineservern, globalen Netzwerkspielen, lokalen Interfaces und Benutzerinteraktion ensteht eine Einheit, die veränderten Datenblöcke werden berechnet, zusammengefügt und auf Grossbildprojektionen angezeigt. Die simultane, unabhängige Entwicklung von verwandten Systemen in einer gemeinsamen Umgebung formt eine Divergenz/Konvergenz [vergence] im zentralen Fokus.  | "Vergence" online visualizaton (concept) | esc to begin: Esc to begin ist eine neue Abteilung innerhalb des Zentrums für Kunst und Medientechnologie. Geleitet von Bernd Diemer arbeiten hier 4 junge Stipendianten seit Anfang 99 unterstützt von freien Mitarbeitern, Volontären und Praktikanten an derzeit neun Kunstprojekten aus den Bereichen Robotik, künstliche Intelligenz, Echtzeitvisualisierung und digitalen Spielen. Ziel ist hier die Verbindung von angewandter Grundlagenforschung mit experimenteller künstlerischen Arbeiten sowie industriellen Ansprüchen. Esc to begin zeichnet sich aus durch eine hohe Produktivität, praxisorientierter transdisziplinärer Arbeit und eine breit gefächerte Fachkompetenz im wissenschaftlichen und künstlerischen Bereich. core: Bernd Diemer, Martina Haitz, Andreas Schiffler, Guillaume Stagnaro temp: Sue Machert, Arne Grässer, Meike Schmidt, Andreas Krach, Douglas Edric Stanley, Dirk Heesakker, Miriam Haitz, Crispin Fütterer, Markus Bekk, Daniel Pölzleithner, Susen Kümmel, Sanja Hügel, Shuichi Fukazawa |